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21.02.2025
20.02.2025
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K-Punkt: | 40 m |
![]() ![]() |
42,0 m (Heinz Hammer ![]() |
Weitere Schanzen: | nein |
Matten: | nein |
Baujahr: | 1955 |
Status: | abgerissen |
Verein: | SV Ortmannsdorf |
Koordinaten: | 50.711938, 12.636270 ✔ ![]() ![]() |
Von 1955 bis 1964 stand in hinter dem Fußballplatz im sächsischen Ortmannsdorf in der Gemeinde Mülsen nahe Zwickau eine Sprungschanze. Auf der am 27.02.1955 eingeweihten Holzschanze, die auf Wunsch eines Funktionärs am ungünstigen Südhang stehen musste, damit sie weithin sichtbar ist, waren Sprünge über 40 m möglich. Den Schanzenrekord hielt Heinz Hammer aus Mülsen St. Niclas mit 43 m aus dem Jahr 1957.
Neben der heute noch teilweise sichtbaren Beleuchtungsanlage mit Aluminiumspiegeln, gab es im Auslauf eine weitere Besonderheit. Dort gab es einen zweiten "Sprunghügel", den manch ein Springer noch zu einem zweiten weiten Satz nutzte. Die Skisprungveranstaltungen in Ortmannsdorf zogen damals viele Zuschauer an, von denen auch viele aus Chemnitz an die Glückauf-Schanze kamen.
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Weitere Informationen zur Ortmannsdorfer Skischanze
Die Schanze hatte eine weltweite, einzigartige Besonderheit: Den Doppelsprung. Nachdem die Springer die hölzerne, mit Stahlseilen gehaltene Rampe passiert und den Sprung absolviert hatten, fuhren sie in der "Schlucht" in den Auslauf, dabei überquerten sie einen zweiten Hügel. Manchem Springer gelangen dort genauso weite Sätze wie auf der Schanze. Nach einhelliger Meinung der Zeitzeugen waren die Skispringen in Ormannsdorf immer eine "Massenveranstaltung" mit "Publikum bis von Karl-Marx-Stadt rieber".
Die Beleuchtung der Schanze, welche mit halbrunden Alumium-Reflektoren gebaut war, wurde demontiert und einfach in der Schlucht versenkt. Die Eichenbäume, an denen die Reflektoren hingen, stehen heute noch. Ebenso zwei große Fundamentsäulen mit Stahlträgern, mehrere kleine Betonsäulen und einige Halterungen der Stahlseile. Auch der Schanzentisch ist noch gut zu erkennen.
- Als Schanzenrekordhalter ist bekannt: Heinz Hammer aus Mülsen St. Niclas mit 43m im Jahr 1957
- Als spektakulärster Springer bekannt: Werner Müller aus Neuschönburg, er erhielt den Spitznamen "Agaze" noch einem (nordischen?) Skispringer
- Als Spinger mit den meisten Stürzen bekannt: Siegfried Meier, er stürzte bei fast jedem Spung - 2 Mal!! Sein Vater Paul Meier war Turner in der BSG Ortmannsdorf und ermunterte ihn immer wieder zum weitermachen.
- Als Entwickler und Erbauer der Schanze ist Paul Braune bekannt. Er sprang später auch selbst. Ursprünglich stammt Paul Braune aus Klingenthal und arbeitete als Förster. Nach dem Krieg bekam er sein Revier hier im oberen Mülsengrund zugewiesen und lies die Schanze auf seinem Boden errichten.
- Weitere Skispringer aus Neuschönburg: Gotthold Friedrich, Werner Lange, Werner Nötzold.